Judo - Was ist das ? |
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![]() ![]() Judo-KleidungDie Judoka (Judokämpfer) tragen einen Judogi, einen weißen Judoanzug, dessen Jacke aus besonders starkem Leinen oder Baumwollstoff hergestellt wird. Die Jacke wird von einem Gürtel zusammengehalten, der zweimal um den Körper gewickelt und mit einem einfachen Knoten gebunden wird. Die Farbe des Gürtels zeigt den Grad des Kämpfers an. Vor dem Kampf stellen sich die Kämpfer im Abstand von vier Metern gegenüber auf und verbeugen sich voreinander. Dies ist die formelle und traditionelle Höflichkeitsbezeugung vor und nach jedem Kampf. Der Kampf beginnt, wenn der Schiedsrichter Hajime (Beginnt) ruft. Ein Kampf dauert mindestens drei und höchstens 20 Minuten. Anders als etwa beim Boxen ist die Kampfzeit nicht in Runden unterteilt. Das Ergebnis des Kampfes wird nach Wurftechniken (Nage-waza) und Grifftechniken (Katame-waza) bewertet (auch eventuelle Verwarnungen wegen Regelverletzungen werden berücksichtigt). Der Kampf endet, wenn die Kampfzeit abgelaufen ist oder wenn ein Kämpfer Ippon (einen ganzen Punkt) erreicht. Ist die volle Kampfzeit abgelaufen, gewinnt derjenige Kämpfer, der die meisten Punkte erzielt hat. Zum Seitenanfang![]() ![]() TechnikenWie bei anderen Kampfsportarten sind der Stil und die korrekte
Ausführung der Techniken wichtig. Der Schiedsrichter nimmt dies in seine
Wertung mit auf. Wird ein Kampf nicht eindeutig nach Punkten gewonnen,
kann die Entscheidung auch aufgrund der Überlegenheit in Stil, Technik
oder Angriffslust fallen. ![]() GESCHICHTEKano führte das Prinzip des Tskuri-komi ein.
Gegen Ende der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts hatte sich Judo in Japan durchgesetzt und fand
dort sehr viele Anhänger. Er hatte seine
"Erfindung" bereits im Alter von 20 Jahren abgeschlossen. Das erste
Kodokan (Judo Institut in Tokio) gründete er 1882 in Shitaya. Kano wurde
ein bekannter Judolehrer. Seiner Philosophie nach sollte Judo gleichzeitig
ein geistiges und körperliches Training sein, das Geist und Körper in
einen Zustand der Harmonie und Ausgeglichenheit versetzt (ein Grundkonzept
der meisten Kampfsportarten) Das japanische Ministerium für Erziehung führte
Judo als offizielle Sportart ein, und die Polizei nahm es in ihr
Ausbildungsprogramm auf. Die Pariser Polizei führte Judo 1905 ein. Die Judoka werden nach ihrem Kenntnisstand und ihrer Erfahrung in die
Grade Kyu (Schüler) und Dan (Meister) eingeteilt. Der höchstmögliche Grad
ist der 12. Dan, der nur Jigoro Kano, dem einzigen Shihan (Doktor),
verliehen wurde. Daneben wurde der rote Gurt für den 10. Dan bisher an 13
Männer vergeben. Die Farbe des Gurtes ist vom ersten bis zum fünften Dan
schwarz, vom sechsten bis zum achten Dan rot-weiß, vom neunten bis elften
Dan rot, und der Gurt des zwölften Dan ist weiß. Die Gürtelfarbe der
Kyu-Grade sind in absteigender Reihenfolge: erster Kyu braun, zweiter Kyu
blau, dritter Kyu grün, vierter Kyu orange, fünfter Kyu gelb und sechster
Kyu weiß. Bis auf den sechsten Kyu werden in der Regel alle Grade durch
Prüfungen erworben, in Ausnahmefällen auch durch Kampferfolge.
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