Ju Jutsu - Was ist das ?

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Techniken

Wettkampf

Wertungen


Das moderne JU-JUTSU wurde gegen Ende der sechziger Jahre in Deutschland entwickelt und eingeführt. Die zugrundeliegende Idee seiner Entwickler (alles hohe DAN-Träger der verschiedensten Kampfsportarten) war, ein neues, zeitgemässes Selbstverteidigungssystem zu schaffen. Dieses sollte sowohl den Anforderungen der Polizei, des Grenzschutzes und der SEK`s gerecht werden als auch den Bedürfnissen der "Normalverbraucher". Kicktritt Also analysierte man die Techniken der bekannten Budo-Sportarten wie z.B. Judo, Karate, Aikido, Taekwondo und filterte gezielt alles aus, was unbrauchbar schien oder nicht zeitgemäß war (Polizeibeamte müssen eher selten berittene Samurai-Krieger aus dem Sattel treten!). Auch wurden die meisten Techniken weggelassen, die darauf abzielen, den Gegner zu töten oder ihn zu verkrüppeln! So trat am 22. April 1969 die Ju-Jutsu Prüfungsordnung in Kraft, die sich aber aufgrund der ständig wechselnden Anforderungen und neu hinzugewonnenen Erkenntnisse ständig verbessert hat und sich noch weiter verbessern wird!!

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Die Techniken des Ju-Jutsu

Wie schon erwähnt, handelt es sich beim Ju-Jutsu um kein in sich abgeschlossenes System sondern um eine künstliche Zusammenfügung von Techniken aus den verschiedensten Kampfsportarten. Auf diese wird nachfolgend genauer eingegangen.

Kicksprung

Ziel beim JUDO ist es, den Gegner entweder durch eine dynamische Wurftechnik auf den Rücken zu schleudern oder ihn beim Bodenkampf durch eine Würge-, Festhalte- oder Hebeltechnik zur Aufgabe zu zwingen. Die Hauptbedeutung des Judo in seiner heutigen Form kommt ihm als reine Wettkampfsportart zu.
Ein Großteil der Ju-Jutsu Wurftechniken entstammen dem Judo, einige Armhebel und Würgetechniken wurden ebenfalls übernommen. Jedoch bedient man sich anderer Fassarten, da man nicht immer davon ausgehen kann, dass ein Angreifer einen 5mm dicken Judo-Gi trägt, den man fest anpacken kann!

animierter Wurf

Jedoch gilt sowohl für das Judo als auch für das Ju-Jutsu das folgende nachgebende Prinzip (JU): Ziehe, wenn du geschoben wirst, und drücke, wenn Dich jemand zieht

Die Schlag- und Stoßtechniken des Ju-Jutsu (ATEMI) entstammen den darauf spezialisierten Sportarten / Kampfkünsten KARATE bzw. TAEKWONDO. Besonders dem Karate kommt eine hohe Bedeutung zu, da aus ihm die harten Abwehrtechniken (Blöcke) ins Ju-Jutsu übernommen wurden, sowie die Grundschule der Bewegungslehre (stabile Kampfstellungen). Die verschiedensten Körperwaffen (Faust, Fuss, Ellenbogen, Knie usw.) werden mit größter Präzision und maximaler Geschwindigkeit gegen ein empfindliches Körperziel des Angreifers gerichtet.
Im Training erfordert das Üben dieser Techniken äusserste Konzentration und Körperbeherrschung, da kurz vor dem Ziel (dem Trainingspartner) abgestoppt wird, die Technik jedoch trotzdem mit voller Dynamik ausgeführt werden muß.

Hier einige Technikbeispiele:

Techniken

Die am wenigsten bekannte und wohl auch am schwierigsten für den westlichen Verstand nachvollziehbare Säule des Ju-Jutsu stellt das AIKIDO dar. Die rein technischen Bewegungsformen des klassischen Aikido entstammen größtenteils dem traditionellen japanischen Schwertkampf. Bei diesem war es Grundvoraussetzung, geschickt auszuweichen wollte man nicht das Leben oder einige Körperteile verlieren. Daher verstehen es Aikidokas auch besser als die meisten anderen Kampfsportler, den Gegner ins Leere laufen zu lassen und dessen Kraft durch grosse Kreisbewegungen gegen Ihn selbst umzuleiten. Hierbei kommen, unter Ausnutzung der Zentrifugal- und Zentripetalkräfte, Würfe und Hebeltechniken zum Einsatz. Diese Prinzipien wurden, soweit möglich, ins Ju-Jutsu übernommen. Ebenfalls vom Aikido kommt die weiche Fallschule des Ju-Jutsu, die es auch auf hartem Untergrund ermöglicht, relativ schmerzfrei zu fallen

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Der Wettkampf

Im klassischem Ju-Jutsu Wettkampf stehen sich zwei Kämpfer mit Hand- und Fusschützern gegenüber, und versuchen mit kontrollierten Schlag- und Trittechniken zu punkten. Ziele sind dabei der ganze Oberkörper ausser den Armen und der Kopf. Wenn man den Gegner zu fassen bekommt, versucht man, ihn durch eine Judo-Wurftechnik zu Boden zu bringen. Am Boden sind Würge- und Haltetechniken erlaubt, Hebel auf den Ellenbogen und auch Schlagtechniken! Gewonnen hat derjenige, der nach 2 Minuten die meisten Punkte hat oder den Gegner durch Würgen oder einen Hebel zur Aufgabe zwingt. Hat einer der Kämpfer 6 Punkte Vorsprung, gewinnt er durch technisches K.O.!


Wertungen

Schlag-, Stoss-, und Trittechnik (gesamter Oberkörper ausser Arme)

1 Punkt

Trittechnik zum Kopf

2 Punkte

Wurf- oder Kontertechnik die den Gegner zu Boden bringt, jedoch mangelhafte Technik des Werfers zeigt

2 Punkte

Wurftechnik, bei der Technik und Energie erkennbar ist

3 Punkte

Schlag- und/oder Trittserie

3 Punkte


Die Meinungen über den Wettkampf gehen auseinander. Reine Techniker bemängeln, dass der Wettkampf unrealistisch sei, da die meisten wirklich effektiven Techniken wie z.B. Knie- und Ellenbogenschläge verboten sind. Die Wettkämpfer entgegnen, dass zu einer effektiven Selbstverteidigung die Erfahrung gehört, einen sich wehrenden, sperrenden und auch mal hart konternden Gegner gehabt zu haben.
Beide haben natürlich auf Ihre Art und Weise recht, daher sollte jeder Ju-Jutsuka zumindest mal ins Kampftraining hineinschnuppern!



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